Die Nosferatu-Spinne gehört inzwischen auch in Sachsen zur heimischen Fauna. Beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) sind für das vergangene Jahr 24 Sichtungen an fünf Orten aktenkundig. Bundesweit gibt es laut NABU jedes Jahr zwischen 3.000 und 5.000 Meldungen mit Foto. In diesem Frühjahr seien besonders viele Beobachtungen hinzugekommen - mehr als 2.500 Aufnahmen gingen von Januar bis Mai ein.
Naturschutzbund erwartet «gutes Nosferatu-Jahr»
«Wenn das so weitergeht, wird 2026 wieder ein gutes Nosferatu-Jahr. Wir freuen uns, wenn weiter jeder Fund gemeldet wird, am besten mit Foto. So können wir die weitere Entwicklung der Bestände und die Lebensweise der neuen Art gut nachvollziehen», sagte NABU-Experte Alexander Wirth.
«Die Art ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz keine invasive Art, deshalb gibt es keine rechtliche Grundlage für ein gezieltes staatliches Monitoring», begründet das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Unsicherheiten zum genauen Bestand.