Zu viel Katzennachwuchs, verhaltensauffällige Hunde und kranke Tiere belasten Sachsens Tierheime. Während man in den Sommerferien in diesem Jahr weniger mit ausgesetzten Tieren zu kämpfen habe, würden diese Probleme das ganze Jahr über stattfinden, sagte Michael Sperlich, Chef des Landestierschutzverbandes Sachsen, auf Anfrage. «Ausgenommen die Katzenwelpen, welche uns inzwischen vom Frühsommer bis zur Weihnachtszeit beschäftigen.»
Fehlende Katzenschutzverordnung in Sachsen
Dabei sieht Sperlich die sächsische Regierung in der Verantwortung, der er Untätigkeit bei der Einführung einer Katzenschutzverordnung vorwirft. Eine solche Verordnung würde sachsenweit Halter von Freigängerkatzen zur Kastration verpflichten und damit die Vermehrung von Straßenkatzen eindämmen. Die verhaltensauffälligen Hunde seien hingegen das Ergebnis fachlich unfähiger und überforderter Eigentümer, so Sperlich. Kranke Tiere landeten derzeit häufig in den Heimen, weil viele Besitzer die erheblich gestiegenen Tierarztkosten nicht mehr tragen könnten.