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Anti-RB-Beschluss bei Halle: Leipziger kommentieren nicht

Anti-RB-Beschluss bei Halle: Leipziger kommentieren nicht
Die Mitglieder des Halleschen FC fassten den Beschluss. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News
Keine Berührungspunkte mehr: Nach einem Mitgliederentscheid darf der Hallesche FC keinerlei Kooperation mehr mit RB Leipzig pflegen - bis in den Nachwuchs hinein. Die Leipziger lässt das kalt.

Fußball-Bundesligist RB Leipzig sieht keinen Grund, den Mitgliederbeschluss des Regionalligisten Hallescher FC zu einem vollständigen Kontaktabbruch mit den Sachsen zu kommentieren. Auf Anfrage wollten sich die Leipziger dazu nicht äußern.

Der Antrag zur bewussten Abgrenzung gegenüber RB wurde beim Viertligisten aus Sachsen-Anhalt am Sonntag unter großem Applaus beschlossen, wie aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung hervorgeht. Er umfasst unter anderem den Verzicht auf sportliche Kooperationen wie Testspiele, Einladungsturniere oder gemeinsame Trainingseinheiten. Ziel sei es, die eigenständige Identität des Halleschen FC klar zu bewahren.

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RB auch bei anderen Clubs im Osten umstritten

Dass die vom österreichischen Konzern Red Bull finanzierten Leipziger bei Traditionsclubs im Osten unbeliebt sind, ist nicht neu. So setzten Mitglieder von Rot-Weiß Erfurt und Erzgebirge Aue bereits durch, dass vereinbarte Testspiele nicht stattfinden konnten beziehungsweise deshalb von den Vereinen heimlich und unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolviert wurden.

Andere Fans, etwa die von Bundesliga-Konkurrent 1. FC Union Berlin, schweigen bei Partien gegen die Sachsen meist zu Spielbeginn minutenlang oder boykottieren die Reise nach Leipzig komplett. Die Ultras von Dynamo Dresden zeigten ihr Missfallen einmal mit einem abgetrennten Bullenkopf vor einem DFB-Pokalspiel der Rivalen. Ein generelles Kontaktverbot über die Pflichtspiele hinaus ist in dieser Deutlichkeit bislang jedoch nicht bekannt.

Noch im Winter trainierte Halle bei RB

Bisher hatte es zwischen Halle und Leipzig durchaus Verbindungen gegeben. Fabrice Hartmann, Joscha Wosz, Felix Beiersdorf und Torhüter Tim Schreiber wechselten über die Landesgrenze oder wurden ausgeliehen. Noch vor einigen Wochen fragte der HFC bei den Sachsen an, ob die beheizbaren Plätze in Leipzig zum Training genutzt werden könnten, weil die eigenen Rasenflächen bei Temperaturen unter null Grad nicht bespielbar waren. RB stimmte zu.

Beim RB-Lokalrivalen Chemie Leipzig ist derzeit keine Initiative der Mitglieder für einen Beschluss wie in Halle bekannt, teilte der Regionalligist auf Anfrage mit.

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