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Minister Schuster sieht Dynamo-Sieg und lobt «Klartextmodus»

Minister Schuster sieht Dynamo-Sieg und lobt «Klartextmodus»
Stephan Zimmermann (l), Dynamos Geschäftsführer Finanzen, und Armin Schuster (CDU), Innenminister in Sachsen, verfolgen den Sieg gegen Bochum. / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Im ersten Heimspiel von Dynamo nach den Krawallen bleibt es 90 Minuten friedlich. Davon macht sich auch Sachsens Innenminister Schuster persönlich ein Bild. Er sprach von einem «neuen Level».

Keine Pyro-Aktionen, keine besonderen Vorkommnisse – dafür eine starke Fanunterstützung beim Heimsieg der Dresdner gegen den VfL Bochum. Die Ultras von Dynamo zeigten sich beim 2:0 besonders präsent. Das beobachtete auch Sachsens Innenminister Armin Schuster, der sich persönlich im mit 30.616 Zuschauern gut gefüllten Rudolf-Harbig-Stadion ein Bild machte. «Solange wir alle im Klartextmodus bleiben, kann ein Momentum entstehen, aus dem heraus Fußball und Sicherheit besser zusammenfinden und Polizeieinsätze Schritt für Schritt runtergefahren werden können», sagte Schuster der Deutschen Presse-Agentur.

Der CDU-Politiker machte jedoch ebenso deutlich, «diese Entwicklung werden wir nur erreichen, wenn alle Partner auf einem neuen Level miteinander agieren, das gilt ausdrücklich auch für die Ultraszene». Während die Krawalle vom Heimspiel zuletzt gegen Hertha BSC aufgearbeitet wurden, nutzte Schuster die Gelegenheit, um mit Vereinsführung, Polizei, Sicherheitsfirma des Stadions und auch der Stadt Dresden Gespräche zu führen.

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Das konsequente Vorgehen mit angedrohten Stadionverboten scheint zu zeigen, dass es wirkt. Auch im Stadion waren bereits Teile des überarbeiteten Sicherheitskonzeptes umgesetzt. So wurde der Sitzplatzbereich des Auswärtsblocks mit Netzen abgesperrt, um ein Überklettern der Bande zu erschweren. Zudem wurde der Pufferbereich rund um den Gästeblock zum Heimbereich stärker abgesichert.

Vorsprung vor Abstiegsplätzen bleibt bestehen

Sportlich machte Dynamo einen wichtigen Schritt in Richtung Ligaverbleib. Jason Ceka (5. Minute) brachte die Gastgeber in Führung, nach dem Wechsel erhöhte Vincent Vermeij (59.). Besonders erfreute Dynamo-Trainer Thomas Stamm der Sieg zu null. «Jetzt müssen wir Selbstvertrauen mitnehmen, gut nachbereiten. Heute noch genießen, dann schnell abschütteln», sagte der Coach, der vor dem Anpfiff noch mit einem Torwartproblem zu kämpfen hatte.

Vierter Torwart sichert Zu-Null-Spiel

Mit Tim Schreiber (Muskelprobleme) fiel bereits der dritte Keeper aus. «Wir haben das gestern Abend so entschieden, weil wir Vertrauen in Daniel haben, ins ganze Torwartteam, und weil die nächsten Wochen zu wichtig sind», sagte Stamm. Auf den vierten Keeper Daniel Mesenhöler war Verlass. Zweifel daran hatte Stamm nicht – schließlich spielte der 30 Jahre alte Mesenhöler zuvor einst bei Union und dem MSV Duisburg im Unterhaus.

Zum Saisonendspurt stehen bei Dynamo fast nur noch Duelle mit direkten Abstiegskonkurrenten an. Der Tabellen-Elfte muss bereits an diesem Freitag (18.30 Uhr) bei der angeschlagenen Fortuna in Düsseldorf antreten. Da die Teams unten in der Tabelle sich die Punkte untereinander abnehmen, könnte ein Heimsieg am 2. Mai gegen Kaiserslautern dann schon für den Ligaverbleib reichen. Sollte es nötig sein, wird eine Woche später am vorletzten Spieltag bei Eintracht Braunschweig nachgelegt, bevor es im Saisonfinale daheim gegen Kiel geht.

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