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Nach Krawallen gegen Hertha: Dynamo Dresden kündigt harte Maßnahmen an

Nach Krawallen gegen Hertha: Dynamo Dresden kündigt harte Maßnahmen an
Bei Dynamo Dresden hat die Aufarbeitung zu den Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel gegen Hertha BSC zu ersten Ergebnissen geführt. Archivfoto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: Cornelius de Haas
Nach den Ausschreitungen im Rudolf-Harbig-Stadion setzt Dynamo auf Sanktionen, Umbauten und ein neues Sicherheitskonzept. Täter sollen konsequent bestraft werden.

Nach den Ausschreitungen beim Heimspiel gegen Hertha BSC hat die SG Dynamo Dresden ein Maßnahmenpaket beschlossen. Der Verein reagiert damit auf die schwersten Vorfälle im Rudolf-Harbig-Stadion seit dem Neubau 2009. Neben Sanktionen gegen beteiligte Fans stehen auch Änderungen am Sicherheitskonzept und mögliche bauliche Anpassungen im Raum.

Nach Vereinsangaben begann die Eskalation bereits vor dem Anpfiff im Gästeblock. Dort wurde eine Trennscheibe beschädigt und später durchtrennt. Im weiteren Verlauf kam es zu einem Fahnendiebstahl und ersten Auseinandersetzungen im Umlaufbereich. Als Ordnungskräfte dorthin verlegt wurden, fehlten sie im Innenraum – dort trafen schließlich beide Fanlager aufeinander, bevor die Polizei eingriff.

Dynamo kündigt nun ein konsequentes Vorgehen gegen identifizierte Beteiligte an. Neben strafrechtlichen Ermittlungen sollen Stadionverbote folgen. Auch Sanktionen durch den Deutschen Fußball-Bund sind möglich.

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Sicherheitskonzept im Stadion soll angepasst werden

Parallel prüft der Verein bauliche Veränderungen im Gästebereich sowie eine stärkere Trennung angrenzender Tribünen. Bei Risikospielen könnten künftig mehr Ordnungskräfte im Innenraum eingesetzt und Polizeikräfte direkt im Stadion positioniert werden. Zudem ist eine Ausweitung der Pufferzonen rund um den Gästeblock geplant.

Die Maßnahmen betreffen auch Vorfälle außerhalb Dresdens. Nach einer Auseinandersetzung mit Fans des 1. FC Nürnberg in Thüringen will der Verein Hausverbote gegen beteiligte Personen aussprechen.

Die Vereinsführung setzt damit auf eine klare Linie: Wer an Gewalt beteiligt ist, soll dauerhaft aus dem Stadionumfeld ausgeschlossen werden. Ziel sei es, die Sicherheit bei Spielen mit regelmäßig mehr als 30.000 Zuschauern zu gewährleisten.

Die Aufarbeitung der Ausschreitungen läuft weiter. Weitere Ergebnisse sollen in zusätzliche Präventionsmaßnahmen einfließen.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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