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Vor den Augen Hopps: Hoffenheimer Fanproteste

Vor den Augen Hopps: Hoffenheimer Fanproteste
Foto: janisgimmel auf pixabay.com
Von: DieSachsen News
Nach einer extrem unruhigen Woche in Hoffenheim wehren sich die Anhänger der TSG sichtbar wie selten zuvor gegen den Einfluss eines Freundes von Mäzen Dietmar Hopp.

Fans der TSG 1899 Hoffenheim haben auf den sich zuspitzenden Machtkampf beim nordbadischen Fußball-Bundesligisten mit zahlreichen Plakaten und Spruchbänder reagiert. Vor der Partie gegen RB Leipzig im Sinsheimer Stadion richtete sich der Protest gegen Spielerberater Roger Wittmann, der als Intimus von Mäzen Dietmar Hopp gilt. Der 85-Jährige selbst saß auf der Haupttribüne. 

Rund um die Arena hatte eine Ultra-Gruppe Flyer verteilt mit gefälschten Fahndungsplakaten mit Wittmanns Konterfei. Die TSG wollte dies vorerst nicht kommentieren. «Roger Wittmann, verpiss dich aus unserem Verein» - so hieß es auf einem Spruchband quer über die Südkurve. Auf zahlreichen Plätzen lag ein Papier mit ähnlichem Wortlaut. 

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Personal-Beben in der Woche vor dem Spiel

Vergangene Woche hatten die Auseinandersetzungen, die auch schon vor Gericht geführt werden, zwei Geschäftsführer der TSG den Job gekostet - Markus Schütz und Frank Briel. Die nun amtierende Geschäftsführung mit Andreas Schicker (Sport) und Tim Jost (Marketing) sei aber «vollumfänglich handlungsfähig», hatte Jörg Albrecht, 1. Vorsitzender des TSG 1899 Hoffenheim e.V. und damit zugleich Mehrheitsgesellschafter, erklärt.

Auslöser für das Personal-Beben war die seit langer Zeit anhaltende Streitigkeiten mit Wittmann, die zunächst in einem Stadion- und Hausverbot für den bei der TSG jahrelangen einflussreichen Spieleragenten gipfelte. Dieses wurde im September vom Landgericht Heidelberg teilweise aufgehoben. 

Hopp auf der Seite Wittmanns

Die Hoffenheimer Führung um Schütz und Briel wollte damit Wittmanns starken Einfluss minimieren. TSG-Gesellschafter Hopp hatte die Maßnahmen gegen seinen Freund Wittmann heftig kritisiert. Der Milliardär hält als Gesellschafter an der Profi-Abteilung 49 Prozent, die restlichen 51 Prozent liegen beim Verein.

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