Dynamo Dresden hat dem Randale-Schock vom Hertha-Spiel und dem Ausfall von gleich vier wichtigen Stammspielern getrotzt und sich mit einer couragierten Leistung einen 2:0 (0:0)-Auswärtssieg beim 1. FC Nürnberg verdient. Ein Eigentor von Henri Koudossou (55.) und ein Konter-Treffer von Ben Bobzien (83.) sorgten dafür, dass sich die Sachsen mit nunmehr 32 Punkten auf zwei Zähler von den Abstiegsrängen der 2. Fußball-Bundesliga absetzen konnten.
«So, wie wir auftreten, welche Intensität wir an den Tag legen, wie wir solch ein enges Spiel auf unsere Seite ziehen, da kann jeder Spieler stolz drauf sein», sagte Bobzien bei Sky. Und Trainer Thomas Stamm betonte, dass es ein Sieg und drei Punkte waren, mehr auch nicht. «Wir wussten, dass wir hier Punkte mitnehmen können, wenn wir unsere Leistung abrufen. Das ist uns gelungen. Wir haben gut nachverteidigt, das hatten wir uns vorgenommen», sagte der Dynamo-Coach.
Stamm musste seinen Maschinenraum Mittelfeld nahezu komplett umbauen. Kofi Amoako und Robert Wagner fehlten gelbgesperrt, Niklas Hauptmann verletzt. Auch Abwehrchef Thomas Keller musste passen. So gab es Einsatzchancen für Friedrich Müller in der Defensive sowie das Mittelfeldtrio Lukas Boeder, Tony Menzel und Luca Herrmann.