Auch die Aussicht auf die Reise zu Nationaltrainer Julian Nagelsmann konnte bei Oliver Baumann die schlechte Laune nicht vertreiben. «Gar nichts» bringe ihm gerade die Berufung zur DFB-Auswahl und der geplante Doppeleinsatz in den WM-Tests in der Schweiz und gegen Ghana, konstatierte der Schlussmann am Sky-Mikrofon nach dem 0:5 seiner TSG Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga bei RB Leipzig.
Leise und doch voll gut vernehmbarem Frust monierte Deutschlands Nummer eins dann wenig später die Club-Defizite. «Die Nationalmannschaft tut immer gut, aber heute tut es erstmal so weh, dieses Spiel», sagte der 35-Jährige nach der Handvoll Tor-Ohrfeigen im Duell um einen Champions-League-Platz. Ein Leipzig-Trikot auf der Schulter blieb seine einzige Beute des Abends.
Er selbst wird die anstehende Analyse im Kraichgau verpassen, doch ohne Aufarbeitung kann es nicht weitergehen. «Es war schon so, also gefühlt, so eine Ratlosigkeit da», sagte Baumann. Sein Trainer brauchte auch ein wenig Abstand, pflichtete seinem Torwart nach den Gegentoren durch Brajan Gruda (17./44. Minute), Christoph Baumgartner (21./30.) und Benjamin Henrichs (78.) aber grundsätzlich bei.