Der Diver durch das Spalier seiner Spieler auf dem Leipziger Rasen war für Oliver Glasner so etwas wie der Rutsch bäuchlings in die eigene Zukunft. Eine letzte Party, ein letzter verkaterter Rückflug, ein letztes goodbye - so in etwa sieht die verbleibende Zeit als Trainer des neuen Conference-League-Siegers Crystal Palace aus. «Ich kann schon ganz gut die Sau rauslassen», kündigte Glasner in der Final-Arena an und entschwand gegen 1 Uhr in der Leipziger Nacht.
Zuvor hatte er Fragen zu seiner Zukunft offen gelassen. Lediglich die Option einer Kehrtwende - also des Verbleibs beim Londoner Club nach dem dritten Titel in zwei Jahren - schloss er kategorisch aus. «Ich habe im Fußball gelernt: Alles, was ich heute sage, ist morgen falsch», sagte Glasner. Eine Auszeit, ein neuer Club - alles scheint möglich.