Der Kontrast bei Dynamo Dresden im Spiel mit und ohne Ball bleibt für Trainer Thomas Stamm ein Ärgernis. «Mit dem Ball haben wir Lösungen, ich beschäftige mich mit dem Spiel gegen den Ball. Wir haben extrem viel in dieser Woche den Fokus auf die Defensive gelegt, am Ende des Tages ist es meine Aufgabe, dass wir es hinkriegen», übte Stamm nach dem glücklichen 3:3 (1:2) gegen den Karlsruher SC Kritik, in die er sich einschloss.
Auch im vierten Anlauf gelang Dynamo kein Heimsieg nach dem Wiederaufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Noch schlimmer: Mit 16 Gegentoren sind die Sachsen zusammen mit Eintracht Braunschweig die Schießbude der Liga.
Ein grundsätzliches Problem bei Standards sehe er zwar nicht, beteuerte Stamm, doch er erkenne die Ursache: «Wir wollen zu früh in den Druck gehen, also Balldruck hinkriegen, anstatt die Mitte zu schließen. Da müssen wir geduldiger werden, defensiv eine bessere Struktur finden». Lukas Boeder betonte, dass man daran arbeiten müsse, «nach Führungen einfach stabiler zu stehen und generell weniger Gegentore zu bekommen. Da sind wir dran».