Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Oest sieht seine Partei auch nach dem Rücktritt von Bundestagsfraktionschef Jens Spahn in einer schwierigen Lage. «Mit einem neuen Fraktionsvorsitzenden allein sei es nicht getan», erklärte er am Samstag. «Die Zustimmungswerte für die Union sind verheerend.»
Er sei in die Politik gegangen, «um das Leben für die Menschen in unserem Land zu gestalten und zu verbessern», sagte Oest. Die Politik der kleinen Schritte frustriere auch ihn. «Es gehört vieles auf den Prüfstand», erklärte er weiter.
Oest forderte eine Sondersitzung der Bundestagsfraktion und eine Konferenz der Kreisvorsitzenden. «In der aktuellen Lage muss die Bundestagsfraktion jetzt zügig zusammenkommen und die Dinge klären.» Den Rücktritt von Spahn hielt er für unausweichlich. Man dürfe aber jetzt nicht so tun, als wäre «in der Union alles wieder gut», nur weil man einen neuen Fraktionsvorsitzenden bekomme: «So ist es eben nicht», betonte der Politiker.