Laut einer Studie blicken viele junge Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eher pessimistisch auf Deutschlands Zukunft. «Unsere Jugendlichen schauen mit viel Hoffnung auf ihr eigenes Leben – aber mit Skepsis auf die Zukunft unseres Landes», sagte Claudia Beutmann, Landesgeschäftsführerin der Barmer Krankenkasse in Sachsen. In der aktuellen Sinus-Studie der Barmer gaben in den drei Ländern nur 40 Prozent an, optimistisch auf die Zukunft des Landes zu schauen. Das sind elf Prozentpunkte weniger als 2021.
Was bereitet den Jugendlichen am meisten Sorgen?
Der Studie zufolge stehen weltweite Konflikte inzwischen an erster Stelle der Zukunftsängste: Rund 66 Prozent der Jugendlichen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sorgen sich stark wegen Kriegen. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als 2023 (53 Prozent), als diese Frage erstmals gestellt wurde.
Rund 38 Prozent nennen Migration als größte Sorge. Jeweils 37 Prozent nennen politischen Populismus beziehungsweise Extremismus sowie Umweltverschmutzung. Der Klimawandel bereitet 35 Prozent der Befragten Sorgen. Weniger bedeutsam sind Wirtschafts- (30 Prozent) und Energiekrisen (20 Prozent).
Wie zufrieden sind die Jugendlichen gerade mit ihrem Leben?
Die meisten – rund 85 Prozent der Jugendlichen in den drei Ländern – sind mit ihrem Leben zufrieden. Im Vergleich zu 2021 (81 Prozent) ist dieser Wert um vier Prozentpunkte gestiegen.
Was ist die Sinus-Jugendstudie?
Die Sinus-Jugendstudie wird seit 2021 jährlich im Auftrag der Barmer durchgeführt. Sie zeigt, was Jugendliche beschäftigt – von Zukunftsängsten über Themen wie Cybermobbing oder Klimawandel bis hin zu Fragen rund um Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Die Ergebnisse werden im Laufe des Jahres themenbezogen veröffentlicht.
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