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Sachsen steuert auf weniger als vier Millionen Einwohner zu

Sachsen steuert auf weniger als vier Millionen Einwohner zu
In Ostdeutschland soll der Anteil der Über-67-Jährigen bis 2038 weiter ansteigen. (Archivbild) / Foto: Jan Woitas/dpa
Von: Sachsen News
Dass Sachsens Bevölkerung schrumpft, ist längst bekannt. Eine neue Prognose zeigt: Schon 2026 könnte die Vier-Millionen-Marke unterschritten werden.

Bereits im kommenden Jahr könnte Sachsen weniger als vier Millionen Einwohner haben. Das geht aus der neuen Vorausberechnung zur Entwicklung der Bevölkerung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Laut mehrerer Berechnungsvarianten hat der Freistaat Ende 2026 demnach nur noch 3,99 Millionen Einwohner. Ende 2024 waren es 4,04 Millionen. Zuerst hatten «Sächsische Zeitung» und «Leipziger Volkszeitung» berichtet.

Langfristiger Rückgang

Langfristig sagen die Statistiker einen Rückgang um bis zu gut ein Viertel voraus. Bis 2070, dem letzten Jahr der Prognose, sinkt die Einwohnerzahl in Sachsen auf 2,9 bis 3,5 Millionen. 

Von der Entwicklung sind alle ostdeutschen Flächenländer betroffen. Die Bevölkerungszahlen gehen dort in allen Varianten zurück – bis 2070 um 14 bis 30 Prozent. In den westdeutschen Flächenländern soll die Bevölkerungszahl bei hoher Zuwanderung stabil bleiben, die Stadtstaaten können bei hoher oder mittlerer Zuwanderung weiter wachsen.

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Bevölkerung wird älter

Hintergrund ist die alternde Bevölkerung. Bereits heute sind die Menschen im Osten deutlich älter. 2024 lag dort der Anteil der Über-67-Jährigen bei 24 Prozent. Die Zahl soll bis 2038 ihren Höhepunkt erreichen und danach wieder sinken, teilten die Experten mit. Im Westen waren es im vergangenen Jahr 20 Prozent, in den Stadtstaaten 17 Prozent. Dort soll der Anteil weiter steigen.

Auch insgesamt soll Deutschland bis 2070 eher schrumpfen. Unter moderaten Annahmen werde die Bevölkerung dann bei 74,7 Millionen liegen, so Destatis. Nur 2 der 27 Berechnungsvarianten führen zu einem leichten Wachstum. Gegenüber früheren Vorausberechnungen wirken sich vor allem gesunkene Geburtenraten und niedrigere Nettozuwanderung dämpfend aus.

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