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E-Auto-Krise: Kretschmer mahnt zu niedrigeren Strompreisen

E-Auto-Krise: Kretschmer mahnt zu niedrigeren Strompreisen
Danny Auerswald (rechts), Sprecher der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen, wird von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zur Kabinettssitzung empfangen. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Von: DieSachsen News
Große Teile der Wirtschaft hängen in Sachsen an der Auto-Industrie. Doch die hat mit Absatzproblemen zu kämpfen. Südwestsachsen nimmt sich der Transformation an und kann mit Millionen-Hilfen rechnen.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dringt auf niedrigere Strompreise, um den Absatz von E-Autos in Deutschland anzukurbeln. Wer E-Mobilität wolle, der müsse die Ladeinfrastruktur ausbauen und für günstigen Strom sorgen, sagte er nach einem Gespräch mit der Führung von Volkswagen Sachsen in Lichtenstein (Landkreis Zwickau).

Volkswagen ist mit Produktionsstandorten in Zwickau, Chemnitz und Dresden in Sachsen vertreten. Die Zwickauer Autofabrik war im Konzern Vorreiter beim Umstieg vom Verbrenner auf E-Autos. Weil sich die Nachfrage nach solchen Autos aber nicht so entwickelt wie erhofft und es große Überkapazitäten an den deutschen VW-Standorten gibt, wird auch in Sachsen die Produktion zurückgefahren und Personal abgebaut.

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«Volkswagen ist in der Pflicht», betonte Kretschmer nach dem Gespräch. Es müsse eine Lösung gefunden werden, dass Sachsen Automobilland bleibe. In Zwickau gebe es einen besonderen industriellen Kern in Ostdeutschland, der erhalten werden müsse. «Das ist eine nationale Aufgabe. Da ist auch die Bundesregierung in der Pflicht.» Das Land werde darüber hinaus die Transformation in der Region mit rund 100 Millionen Euro unterstützen, hieß es. 

VW stehe symptomatisch für die Wirtschaft in Deutschland, sagte Kretschmer: «Wir sind nicht wettbewerbsfähig.» Die Energiepreise und die Arbeitskosten seien schlicht zu hoch, und es brauche mehr Flexibilität im Arbeitsrecht. «Wir sehen dieses Land wie Gulliver gefesselt am Boden mit einer riesigen Anzahl kleinster Mikrosteuerung.» Es gebe keine Alternative dazu, wieder wettbewerbsfähiger im Vergleich zu anderen Ländern zu werden. Sonst drohe eine weitere Deindustrialisierung.

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