Der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah ruft seine Partei zu einer Distanzierung von dem österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner und dessen «Remigrationskonzept» auf. Die Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bezeichneten Sellners Konzept als «menschenwürdewidrig» und «mit dem menschenrechtlichen Kern des Demokratieprinzips nicht zu vereinbaren».
«Dieses Konzept sieht Ausbürgerungen als Mittel zur Schaffung eines ethnisch-deutschen Volkes auch vor dem Hintergrund künftiger Wahlen und Abstimmungen vor», heißt es in der nun bekannt gewordenen Urteilsbegründung zur Aufhebung des Verbots des rechtsextremen Magazins «Compact». Für Deutsche mit Migrationshintergrund sehe das Konzept einen rechtlich abgewerteten Status vor.
Über den Begriff Remigration gibt es seit langem Diskussionen. Wenn Rechtsextremisten den Begriff Remigration verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll – auch unter Zwang.