Die Vorwürfe kamen mitten in der heißen Phase des Wahlkampfes 2024 auf, nun gibt es eine Entscheidung: Die Technische Universität Chemnitz entzieht Thüringens Regierungschef Mario Voigt den Doktortitel. Der 48-Jährige will dagegen juristisch vorgehen und kritisiert das Verfahren. «Der wissenschaftliche Kern meiner Arbeit ist von den Vorwürfen nicht betroffen», sagte der CDU-Politiker in einer Mitteilung. Die von der Fakultät beanstandeten Stellen bezögen sich auf 2,58 Prozent der Wörter seiner Arbeit.
Die TU Chemnitz verteidigte ihre Entscheidung. Die zuständige Philosophischen Fakultät habe ihre akademische Sorgfaltspflicht sehr ernst genommen, teilte sie auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Erweiterte Fakultätsrat entzog Voigt demnach «nach sorgfältiger Auswertung aller Unterlagen und in Abwägung der berechtigten Interessen aller Beteiligten» einstimmig den Doktorgrad.