Das Justizministerium reagiert mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen auf zunehmende Drogenfunde in den sächsischen Gefängnissen. Sogenannte neue psychoaktiven Substanzen (NSP), insbesondere synthetische Cannabinoide, gelangen aktuell vor allem über die Gefangenenpost in die Justizvollzugsanstalten, wie Justizministerin Constanze Geiert (CDU) im Anschluss an die Kabinettssitzung erklärte. Besonders Kinderzeichnungen würden dafür genutzt.
Im vergangenen Jahr hat sich die Anzahl der NSP-Funde demnach auf 237 mehr als verdoppelt. «Die Papiere werden mit dieser psychoaktiven Substanz besprüht», sagte Geiert. In den Justizvollzugsanstalten (JVAs) angekommen, schneiden die Häftlinge das Papier in kleine Stücke und rauchen diese. «Da reicht auch schon ein Quadratzentimeter, um sich berauschen zu können», sagte Geiert.