Sächsische Kommunen und die Wirtschaft haben eine Allianz für Reformen im Freistaat gegründet. «Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Sachsen deutlich zu erhöhen und zugleich die Handlungsfähigkeit der Kommunen dauerhaft zu sichern», teilten die kommunalen Spitzenverbände und die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW) in Dresden mit. Die Landesregierung wurde aufgefordert, zügig eine umfassende Reformagenda umzusetzen.
Wirtschaft verlangt Stellenabbau bei Staatsdienern
«Mit dem zweitgrößten Personalbestand aller Bundesländer – bezogen auf die Einwohnerzahl – lebt Sachsen über seine Verhältnisse. Angesichts einer deutlich schrumpfenden Erwerbsbevölkerung führt kein Weg daran vorbei, die Stellenzahl im Landeshaushalt bis 2035 konsequent auf 80.000 zu senken – und zwar durch echten Stellenabbau statt durch das bloße Streichen unbesetzter Planstellen», betonte VSW-Präsident Jörg Brückner. Zugleich forderte er einen Doppelhaushalt 2027/2028 ohne Schulden.
Forderung nach einem schlanken Staat
«Unser Ziel ist ein schlanker, digitaler Freistaat Sachsen, der sich auf seine Kernaufgaben in den Bereichen innere Sicherheit, Bildung und Infrastruktur konzentriert und zugleich wieder stärker auf den Fleiß, die Eigenverantwortung und die Innovationskraft der Menschen vertraut», erklärte Bert Wendsche, Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetages. Wettbewerbsfähige Unternehmen und leistungsstarke Kommunen seien die Grundlage für nachhaltiges Wachstum, Wohlstand und moderne öffentliche Dienstleistungen.