Der von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) geplante Umbau der Demokratieförderung bedroht insgesamt 41 Projekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Konkret steht eine Fördersumme von rund elf Millionen Euro in den drei Ländern infrage, wie aus einer Liste des Bundesfamilienministeriums hervorgeht. Allein in Sachsen steht demnach die Fördersumme von rund 6,3 Millionen Euro für 24 Projekte auf dem Spiel. In Thüringen sind elf Projekte und eine Summe von rund drei Millionen Euro betroffen. In Sachsen-Anhalt stehen knapp zwei Millionen Euro und sechs Projekte auf der Kippe.
Angesichts der unsicheren Zukunft warnt Cathleen Bochmann, Bereichsleiterin des «Kompetenzzentrums Krisen Dialog Zukunft» beim sächsischen Verein «Aktion Zivilcourage», vor einem «Brain Drain» bei Trägern und Projekten. «Wenn gute Mitarbeitende keine Arbeitsplatzsicherheit haben, dann sind die sehr schnell wieder weg aus diesen Jobs – auch wenn es eventuell sogar weitergeht», sagte sie. Der Fachkräfteverlust schwäche die Demokratiearbeit langfristig.