Die Kommunen in Sachsen warten darauf, dass ihnen der Freistaat Kosten in Millionenhöhe für die Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen begleicht. Mitte September waren sachsenweit noch Rechnungen über rund 75 Millionen Euro offen, wie aus einer Antwort von Sozialministerin Petra Köpping (SPD) auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Landtag hervorgeht.
Die Stadt Leipzig hat demnach offene Forderungen von fast 15 Millionen Euro, in Dresden sind es 6,2 Millionen Euro und in Chemnitz knapp 3,7 Millionen Euro. Die kommunalen Jugendämter sind für die Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten zuständig. Die Kosten sollen aber Bund und Land tragen.