Der deutsch-tschechische Zukunftsfonds fördert mehr als 220 neue grenzüberschreitende Projekte. Dafür stellte der Verwaltungsrat auf seiner jüngsten Sitzung mehr als 1,4 Millionen Euro zur Verfügung, wie eine Sprecherin des Zukunftsfonds am Donnerstag in Prag mitteilte. Ein Teil davon geht demnach an Projekte zum Thema des Jahres «Die Generation unseres Jahrhunderts». Dabei gehe es darum, dass junge Menschen ihre Träume und Hoffnungen wie auch ihre Zweifel und Ängste kreativ zum Ausdruck bringen können.
Von Glaskunst bis Paragliding
Geplant ist zudem ein Glassymposium für Kinder, das unter fachkundiger Aufsicht praktische Erfahrungen mit dem Kunsthandwerk ermöglichen soll. Daran sind auf deutscher Seite als Partner die Gemeinden Zwiesel und Frauenau im niederbayerischen Landkreis Regen beteiligt. Weitere geförderte Projekte sind unter anderem ein internationales Jugendfeuerwehrcamp im thüringischen Behringen und mehrere Paragliding-Treffen im Böhmischen Mittelgebirge, zu denen mehr als 100 Gleitschirmflug-Enthusiasten erwartet werden.
Frage der Weiterfinanzierung
Der Zukunftsfonds wurde 1997 gegründet, um zur Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen beizutragen. Noch in diesem Jahr sollen die Parlamente in Berlin und Prag über die Weiterfinanzierung des Fonds ab 2028 entscheiden. Vor wenigen Tagen stellte der Zukunftsfonds daher seine Tätigkeit bei einem parlamentarischen Abend im Bundestag vor. «Eine Stärkung des Zukunftsfonds ist eine Investition in stabile bilaterale Beziehungen, auf denen ein starkes Europa beruht», teilte der Vorsitzende der Deutsch-Tschechischen Parlamentariergruppe, Stephan Mayer, mit. Der CSU-Politiker ist zugleich Präsident des Bundes der Vertriebenen.
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