25 Jahre nach dem ersten Mord des rechtsextremen NSU sieht Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) große Fortschritte bei den Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Rechts. «Hier ist kein Stein auf dem anderen geblieben», sagte Schuster dem Deutschlandfunk. Es habe nach der Aufklärung der NSU-Morde umfangreiche Reformen bei den Sicherheitsbehörden gegeben. Trotzdem betonte Schuster, der früher Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Innenausschuss war: «So was kann wieder passieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist dramatisch geringer als damals.»
Der «Nationalsozialistische Untergrund» (NSU) hatte über Jahre unentdeckt zehn Menschen ermordet - darunter neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin. Rückblickend sprach Schuster von einem kompletten Systemversagen, weil man damals nicht mit solchen politischen Attentaten von Rechts gerechnet habe. Auch das sei heute anders.