Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen sehen die ostdeutschen Bundesländer in Vergleich zu westdeutschen benachteiligt. «Es geht nicht um Sonderbehandlung. Es geht einfach um Fairness», sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke bei der Infrastrukturkonferenz in Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt). So müsse zum Beispiel der Bau von Bahnstrecken «erkämpft» oder von den ostdeutschen Ländern bezahlt werden, während in Süddeutschland investiert werde. «Das ist einfach leidvoll», sagte der SPD-Politiker.
Einen weiteren Nachteil mit Blick auf die Infrastruktur sieht der Brandenburger beim Bau von Brücken. Es sei für die Wirtschaft in Ostdeutschland ein Riesen-Nachteil, dass es viel zu wenige Brücken nach Polen gebe, sagte er. «Da etwas zu tun, würde uns wirklich helfen, übrigens auch Deutschland helfen.»