Eine Woche nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle kommt der Innenausschuss des Sächsischen Landtags zu einer Sondersitzung zusammen. Die Regierung soll die Ausschussmitglieder heute ab 10.00 Uhr über «die Umstände und Folgen des hybriden Anschlagsszenarios» der vergangenen Woche informieren. Auch die Rolle und Funktion des gemeinsamen Zentrums zur Abwehr Hybrider Bedrohungen (GAZ-Hybrid) sind Thema der Beratungen.
Die Sitzung findet auf Bestreben der AfD-Fraktion statt und ist nicht öffentlich. «Die Drohnenabwehr in Leipzig hat nicht funktioniert», hatte AfD-Innenpolitiker Sebastian Wippel den Antrag seiner Fraktion begründet. Es gehe darum, alle Mängel in der Drohnenabwehr schnell zu beseitigen und die Frage zu klären, wer die Verantwortung dafür trage, ergänzte sein Fraktionskollege Carsten Hütter.
In der Nacht zum 5. August war auf dem Flughafen Leipzig/Halle in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt und von einem Mitarbeiter zum Absturz gebracht worden. Zudem war ein Flugzeug mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt kollidiert – möglicherweise einer zweiten Drohne. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.