Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag bleibt bei ihrem Nein zum Konsultationsmechanismus mit der Minderheitsregierung von CDU und SPD. Der Mechanismus diene nur dazu, über «Absprachen im Hinterzimmer Sonderwünsche von Grünen und Linken zu berücksichtigen», sagte Fraktionssprecher Felix Menzel in Dresden. Die AfD bevorzuge das übliche parlamentarische Verfahren mit Beratungen, Expertenanhörungen und Arbeit in den Ausschüssen. Um die besten Lösungen für Sachsen zu finden, müsse es bei allen Abstimmungen im Landtag um die Sache gehen und nicht um Brandmauern.
AfD schlägt Zusammenlegung von Ministerien vor
Mit Blick auf den Bürokratieabbau schlug Urban vor allem einen Stellenabbau und die Fusion von Ministerien vor. So könnten die Ministerien für Kultus und Wissenschaft zusammengelegt werden. Gleiches gelte für die Ressorts Wirtschaft und Infrastruktur. Das Ministerium für Kultur und Tourismus ließe sich in andere einbinden. Eine mögliche Eingliederung des Landesamtes für Verfassungsschutz in das Innenministerium lehnt die AfD ab, weil so die «politische Nähe» eher noch vergrößert werde. Der Verfassungsschutz müsse sich auf politische Gewalt konzentrieren.
Handlungsbedarf beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Auch beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk sieht die AfD Handlungsbedarf.
«Wir haben dieses Jahr auch Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Wir möchten dort gewinnen, wir möchten dort regieren und das bedeutet eben auch, dass dort der Rundfunkstaatsvertrag nicht verlängert wird und dass wir in eine Verhandlung kommen müssen.» Man strebe in Sachsen-Anhalt eine Alleinregierung an.