Elf Prozent der Sachsen haben laut einem neuen Gutachten einen Migrationshintergrund. 2023 waren das 450.000 Menschen - dreimal so viele wie noch 2011, wie das Sozialministerium mitteilte. Sie sind im Vergleich zum sächsischen Durchschnitt deutlich jünger. Fast die Hälfte sind unter 30 Jahre alt, bei in Deutschland geborenen Einwohnern nur knapp 21 Prozent.
Gut 42 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund sind als Flüchtlinge nach Sachsen gekommen, darunter als größte Gruppe rund 66.000 Ukrainer. Knapp 30 Prozent sind EU-Bürger.
Das Gutachten wurde den Angaben nach vom Forschungs- und Beratungsinstitut Empirica im Auftrag des Sozialministeriums erstellt. Es soll auch als Grundlage für eine Erneuerung der Förderrichtlinie Integrative Maßnahmen dienen.