Angesichts sinkender Temperaturen fordert die Diakonie Sachsen mehr Einsatz zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit. «Wer seine Wohnung behält, benötigt keine Kältehilfe», erklärte der evangelische Wohlfahrtsverband. Die Einrichtungen der Diakonie stellen zwar für den Winter zusätzliche Übernachtungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten bereit, wollen jedoch die Prävention stärker in den Fokus rücken. Städte, Landkreise und der Freistaat sollten Unterstützungsangebote langfristig absichern und Ausgaben für vorbeugende Maßnahmen erhöhen.
«Unsere Beratungsstellen der diakonischen Wohnungsnotfallhilfe setzen alles daran, einen Wohnungsverlust zu verhindern», sagte die Referentin für Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie Sachsen, Rotraud Kießling. Fast die Hälfte der Menschen, die im vergangenen Jahr die Beratungsstellen aufsuchten, habe noch eine eigene Wohnung gehabt. Durch enge Zusammenarbeit mit Vermietern gelinge es häufig, den Verlust einer Wohnung zu verhindern oder einen Wiedereinzug zu ermöglichen.