Bereits im kommenden Jahr könnte Sachsen weniger als vier Millionen Einwohner haben. Das geht aus der neuen Vorausberechnung zur Entwicklung der Bevölkerung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Laut mehrerer Berechnungsvarianten hat der Freistaat Ende 2026 demnach nur noch 3,99 Millionen Einwohner. Ende 2024 waren es 4,04 Millionen. Zuerst hatten «Sächsische Zeitung» und «Leipziger Volkszeitung» berichtet.
Langfristiger Rückgang
Langfristig sagen die Statistiker einen Rückgang um bis zu gut ein Viertel voraus. Bis 2070, dem letzten Jahr der Prognose, sinkt die Einwohnerzahl in Sachsen auf 2,9 bis 3,5 Millionen.
Von der Entwicklung sind alle ostdeutschen Flächenländer betroffen. Die Bevölkerungszahlen gehen dort in allen Varianten zurück – bis 2070 um 14 bis 30 Prozent. In den westdeutschen Flächenländern soll die Bevölkerungszahl bei hoher Zuwanderung stabil bleiben, die Stadtstaaten können bei hoher oder mittlerer Zuwanderung weiter wachsen.