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«Kittelschürzentag» feiert kultige Kunstfaser-Kleidung

«Kittelschürzentag» feiert kultige Kunstfaser-Kleidung
Das Museum Tuchfabrik Gebrüder Pfau widmet dem kultigen Kleidungsstück den «Kittelschürzentag». / Foto: Sebastian Willnow/dpa
Von: DieSachsen News
Mit Omas Kittelschürze verbindet so ziemlich jeder eine Geschichte. Die Tuchfabrik Gebrüder Pfau feiert das Kult-Kleidungsstück. Erfunden hat es laut Museum ausgerechnet der DDR-Klassenfeind.

Dederon - das Nylon des Ostens. In wohl keinem Kleidungsstück hat sich die DDR-Kunstfaser derart kulturell verewigt wie in der Kittelschürze. Das Kult-Kleidungsstück hat die Tuchfabrik Gebrüder Pfau in Crimmitschau jetzt mit einem «Kittelschürzentag» gefeiert - und alle Besucher daher zum Erscheinen in schicker Schürze aufgefordert. 

Dabei ist das in der DDR so beliebt gewordene Kleidungsstück ausgerechnet eine Erfindung der US-Modeindustrie - also des DDR-Klassenfeindes - gewesen, klärt Museumsleiterin Birte Hemeier auf. Als Accessoire für die Hausfrau der 50er Jahre war die Schürze dort in zahlreichen Farben und Mustern erhältlich. 

Die Tuchfabrik Gebrüder Pfau ist nach Angaben der Museumsleiterin die am besten erhaltene Textilfabrik Europa mit Maschinen von 1894 bis in die 1970er Jahre hinein, erhalten am originalen Standort. Der Dederon-Stoff für die DDR-Kittelschürzen ist hier allerdings nicht gefertigt worden. 

Stattdessen sei die praktische Schürze unter Textilarbeiterinnen das favorisierte Kleidungsstück gewesen. Das Museum bietet deswegen Besuchern schon länger an, sich für den Rundgang durch die Ausstellung eine Kittelschürze auszuleihen. «Im Schloss verkleidet man sich als Prinzessin, bei uns als Textilarbeiterin», scherzt die Museumsleiterin.

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