Ostdeutschlands Bauernverbände halten flächendeckende Impfungen nicht für eine pauschale Lösung gegen das Auftreten von Tierseuchen bei Nutztierhaltern. «Dann ist immer die Frage, wie teuer ist das Impfen und wie lange werden die Tiere tatsächlich gehalten?», sagte Juliane Streubel, Fachreferentin für Nutztierhaltung beim Sächsischen Landesbauernverband (SLB), der Deutschen Presse-Agentur. So sei eine Impfung gegen die nach wie vor in ostdeutschen Betrieben grassierende Vogelgrippe bei Legehennen womöglich sinnvoll.
Bei Masttieren, die binnen kürzester Zeit geschlachtet werden, sei der Aufwand womöglich höher als der Nutzen. Zudem sei bei geimpften Tierbeständen mitunter schwer erkennbar, ob ein Tier mit tatsächlichen Erregern belastet ist oder nur Rückstände abgetöteter Erreger aus Impfstoffen aufweist. Dies erhöhe bei Schlachtungen womöglich den Testaufwand.