In Paletten stehen die kleinen Weißtannen in Reih und Glied bereit. Zwei bis drei Jahre wurden sie in der Forstbaumschule gehegt, nun beginnt ihr Leben im richtigen Wald. Unter alten Fichten werden sie hier an der Talsperre Eibenstock in den Boden gebracht. Auf den Bäumchen ruhen große Hoffnungen. Die Tannen seien in diesem Waldstück das Initial für den Umbau, erläutert der Leiter des Forstbezirks Eibenstock, Johannes Riedel. Später würden sich auch andere Baumarten dazu gesellen wie Buche, Eiche und Birke.
Sachsen hat sich den Umbau seiner Wälder verordnet: weg von reinen Fichten- und Kiefern-Wäldern, die anfällig für Stürme, Dürren und Schädlinge wie dem Borkenkäfer sind, hin zu stabilem Mischwald. Dabei sollen nach der aktuellen Waldstrategie Nadelbäume zugunsten von Laubbäumen zurückgedrängt werden und bis zum Jahr 2100 ein ausgewogenes Verhältnis erreicht sein. Zudem sollen die heimischen Wälder auch in Zukunft Holz als Rohstoff mindestens im bisherigen Umfang nachhaltig liefern.