Der Abbau von Rohstoffen darf nach Ansicht der Grünen nicht auf Kosten der Natur gehen. Deshalb bestehen sie auf klaren Regeln und Standards auch für den Abbau von Lithium. «Die größere Unabhängigkeit bei Schlüsselrohstoffen darf nicht zulasten unserer natürlichen Lebensgrundlagen gehen. Die Goldgräberstimmung einzelner Investoren wird von der Bevölkerung im Osterzgebirge zurecht mit Argwohn betrachtet», erklärte Wolfram Günther, vormals Minister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft.
Grüne mit Antrag zum Thema Lithium
In ihrem Antrag verlangen die Grünen von der sächsischen Regierung unter anderem umfassende Berichte zum Stand des bergrechtlichen Verfahrens, eine enge Zusammenarbeit mit Tschechien, den Schutz der Unesco-Welterbestätte Erzgebirge/Krušné hory sowie eine bedarfsgerechte Stärkung der zuständigen Behörden. Auf Bundes- und EU-Ebene drängen sie auf eine Reform des Bergrechts und klare europäische Leitlinien für nachhaltige Rohstoffgewinnung.
Lagerstätte soll für etwa 70 Jahre reichen
Die Firma Zinnwald Lithium GmbH will in der Gegend von Altenberg ein Bergwerk zur Gewinnung von Lithiumerz errichten. Etwa 1,5 Millionen Tonnen Lithiumerz sollen jährlich gefördert werden - in einer Tiefe von 100 bis 400 Meter. Die Lagerstätte für etwa 70 Jahre reichen. Geschäftsführer Marko Uhlig bezeichnet den Abbau als «nachhaltig, störungs- und risikoarm». Die Aufbereitung soll neun Kilometer entfernt in Liebenau erfolgen.