Die Beete sind vorbereitet, seltene Pflanzen wurden neu gesetzt, die Saison kann starten: In Sachsen öffnen nun zahlreiche besondere Gartenanlagen wieder ihre Tore. Eine Übersicht:
Alpine Gewächse in Chemnitz
Im Arktisch-Alpinen Garten in Chemnitz etwa warten bizarr erscheinende Gewächse aus Hochgebirgen auf Besucher. «Wir sind kein klassischer botanischer Garten mit parkähnlichen Anlagen», sagt Stefan Jeßen vom Vorstand der Stiftung, die zum Erhalt des Gartens gegründet wurde.
Auf rund 2.000 Quadratmetern wachsen etwa 4.000 Pflanzenarten aus den kalten Regionen der Welt - darunter aus den Alpen, den Pyrenäen und der asiatischen Tundra. Die Pflanzen sind nach natürlichen Lebensräumen geordnet, wie Jeßen erläutert. Der Garten arbeitet auch mit internationalen Wissenschaftlern zusammen - so sei kürzlich eine neue Pflanzenart entdeckt worden. «Ein Schildfarn aus dem Kaukasusgebiet», berichtet Jeßen.
Trotz des wissenschaftlichen Ansatzes versteht sich die Einrichtung der Walter-Meusel-Stiftung als Garten für Besucher - der Eintritt ist frei. Eine wichtige Einnahmequelle ist der Pflanzenverkauf. Gartenarbeit, Pflanzenvermehrung, Artenschutzprojekte sowie organisatorische Aufgaben bedeuteten viel Aufwand für die kleine Stiftung, betont Jeßen. Der Garten wurde 1956 gegründet und feiert dieses Jahr sein 70-jähriges Bestehen.