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Bund und zwei Länder sichern Förderung für Sorben

Bund und zwei Länder sichern Förderung für Sorben
Der Bund und die Länder Brandenburg und Sachsen unterstützen auch in den kommenden Jahren Brauchtum und Kultur in der Lausitz. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieSachsen News
Die Sorben beziehungsweise Wenden sind eine Minderheit in Brandenburg und Sachsen. Sie leben seit Jahrhunderten dort und pflegen ihre Kultur. Wie hoch ist die Förderung?

Die Sorben in der Lausitz erhalten auch in den kommenden Jahren finanzielle Unterstützung des Bundes und der Länder Sachsen und Brandenburg. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und die Regierungschefs Michael Kretschmer (CDU) und Dietmar Woidke (SPD) unterzeichneten ein Abkommen zur weiteren Förderung der Stiftung für das sorbische Volk bis zunächst 2030, wie sie mitteilten. Dabei geht es um den Erhalt von Brauchtum, Kultur und der sorbischen Sprache.

Die Sorben sind seit rund 1.500 Jahren in der Lausitz ansässig. Die Nachkommen slawischer Stämme pflegen Brauchtum und Tradition. In Brandenburg steht der ältere Begriff Wenden offiziell gleichberechtigt neben der Bezeichnung Sorben.

In diesem Jahr wird die Stiftung nach Angaben des Bundesinnenministeriums und der beiden Länder mit knapp 29,3 Millionen Euro gefördert. Der Bund trägt die Hälfte, Sachsen ein Drittel und das Land Brandenburg ein Sechstel der Finanzierung. Für die Jahre 2027 bis 2030 sollen die jeweiligen Beträge zunehmen, um Kostensteigerungen auszugleichen. Die Förderung aller drei Partner soll 2030 laut Brandenburger Kulturministerium knapp 33 Millionen Euro liegen.

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Bewahrung von Sprache und Kultur

Die Stiftung ist nach Ansicht Dobrindts zukunftsfähig aufgestellt. «Die Stiftung und die von ihr geförderten sorbischen Institutionen können so ihre unerlässliche Arbeit für die Bewahrung der sorbischen Sprache und Kultur weiterführen», sagte er. 

Kretschmer hält die weitere Förderung für entscheidend. «Die Sorben sind ein unverzichtbarer Teil der kulturellen Identität unseres Freistaates Sachsen.» Damit werde die Zukunft einer einzigartigen kulturellen Tradition in Sachsen gesichert.

Woidke: Wiederbelebung der sorbischen Sprache

Brandenburgs Regierungschef Woidke sagte, mit der erhöhten Förderung sollten auch Projekte zur Digitalisierung oder zur Wiederbelebung der sorbischen Sprache finanziert werden. «Kultur, Sprache und Bräuche der Sorben und Wenden sind Teil des brandenburgischen immateriellen Kulturerbes und gelebte Vielfalt in der Lausitz. Wir wollen diesen ‚Reichtum‘ bewahren und weiterentwickeln.»

Die Stiftung für das sorbische Volk wurde 1998 durch einen Staatsvertrag zwischen Brandenburg und Sachsen mit Sitz in Bautzen errichtet. Woidke und Kretschmer hatten Kanzler Friedrich Merz (CDU) im vergangenen Jahr gebeten, sich für ein Abkommen über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk in der Ober- und Niederlausitz einzusetzen. Das bisherige Abkommen lief Ende 2025 aus.

In Brandenburg soll die Förderung für die Kultur und Sprache der Sorben/Wenden nach bisherigen Angaben von knapp 4,9 Millionen Euro in diesem Jahr bis 2030 auf knapp 5,5 Millionen Euro pro Jahr wachsen.

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