Vom Struwwelpeter über Försters Pucki bis zu Conni: Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) in Dresden zeigt eine Ausstellung über Kinder- und Jugendbücher. Noch bis Ende kommenden März sind im Lesesaal ausgewählte Werke aus mehr als 150 Jahren aus der Sammlung der Bibliothek zu sehen. Anhand der Geschichten von Wilhelm Busch und der Kaiserzeit über die DDR bis zur Gegenwart reflektiert die Ausstellung, was diese Bücher über die Zeit erzählen, in der sie entstanden sind. Welches Bild von Kindheit entwerfen die Autoren? Welche Erziehungsideale und Rollenbilder spiegeln sich darin, welche Ideologien sind eingeflossen? Kurator und Verantwortlicher der Kinderbuchsammlung Robert Schuppe will die Kinderbuchsammlung mit der Ausstellung bekannter machen. Kaum jemand kenne sie, die Werke würden zumeist im Magazin schlummern, sagte er laut einer Mitteilung. Das soll sich nun ändern. «Denn Kinderbücher sind ein unterschätztes Medium. Ikonische Figuren wie der Struwwelpeter oder die Biene Maja prägen nicht nur unsere Kindheit, sondern sind zugleich Spiegel der Epoche, in der sie entstanden sind.» Begleitend zur Ausstellung gibt es den Podcast «Kindheitsgeschichten». Jede der 15-minütigen Folgen widmet sich einem Werk aus kultur- und literaturhistorischer Perspektive. In der ersten Folge zu «Försters Pucki» geht es um Geschlechterrollen in Magda Trotts Kinderbuch aus der Zeit des Nationalsozialismus. Die Geschichte handelt von der vierjährigen Hedi, die lernen soll, ein Mädchen zu sein, obwohl sie lieber ein Junge wäre. Die «Kindergeschichten» sind überall verfügbar, wo es Podcasts gibt. Die ersten beiden Folgen sind bereits online, wöchentlich kommen neue hinzu. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenVon Wilhelm Busch und der Kaiserzeit bis zur Gegenwart
Podcast zur Ausstellung