Anlässlich seines 90. Geburtstages und des 50. Jahrestages seiner Ausbürgerung aus der DDR plant der Liedermacher Wolf Biermann mit prominenter Begleitung in diesem Jahr drei Festkonzerte. Unter dem Titel «Warte nicht auf beßre Zeiten!» trete er am 21. Oktober in Köln (Philharmonie), am 3. November in Hamburg (Elbphilharmonie) und am 20. November in Leipzig (Gewandhaus) auf, hatten die Veranstalter schon früher mitgeteilt. Nun stehe aber auch fest, wer Biermann bei den Konzerten begleitet.
Biermann unterlag zwölf Jahre einem Auftrittsverbot
Biermann, der 1953 im Alter von 16 Jahren von Hamburg in die DDR übergesiedelt war, geriet schnell in Konflikt mit den DDR-Oberen. So wurde er zwölf Jahre lang mit einem totalen Auftritts- und Publikumsverbot belegt, nachdem er dazu aufgerufen hatte, sich die Freiheit zu nehmen, statt auf das Gewähren kleinerer Freiheiten zu warten.
Biermann hielt dennoch an seiner Kritik an der DDR-Diktatur fest. Durch Buch- und Musikpublikationen, die in den Westen geschmuggelt wurden, wurde er
schnell bekannt. «Seine Popularität schützte ihn wesentlich vor einer Verhaftung», erklärte der Veranstalter.
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