Metzgermeister Franz Richter in Leipzig sorgt in diesen Tagen dafür, dass seine Kundschaft zu Weihnachten nicht ohne Festbraten dasteht. Deshalb hat er seine Weihnachtsware, die er sonst frisch zum Fest anbieten würde, teilweise früher geholt. Er friert sie ein, weil Höfe im Umland wegen Vogelgrippegefahr früher schlachten mussten. «Sonst riskieren wir vor Weihnachten Engpässe und müssten auf Auslandsware zurückgreifen.» Rund 160 Gänse und Enten hat er im Angebot, dazu Wild und Kaninchen. Reh und Hirsch würden immer stärker nachgefragt, ebenso Rouladen. «Der Dezember ist unser wirtschaftlich wichtigster Monat.»
Die regionale Gans liege preislich auf Vorjahresniveau, Liebhaber von Rinderbraten zum Fest müssten deutlich tiefer in die Tasche greifen. Einen Trend sieht Richter: Der «Braten to go» – vorbereitete oder bereits gegarte Stücke – läuft stark. Fast ein Fünftel der Kundschaft nutzt den Service inzwischen.