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Sonderbriefmarke würdigt 190 Jahre Sekttradition in Sachsen

Sonderbriefmarke würdigt 190 Jahre Sekttradition in Sachsen
Eine Sonderbriefmarke würdigt das Jubiläum 190 Jahre Sektherstellung in Sachsen. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieSachsen News
Wenn Touristen wegen Wein und Sekt nach Sachsen kommen, geben sie mehr Geld aus als andere. Das liegt gewissermaßen in der Natur der Flasche. Jetzt wird mit einer besonderen «Sektmarke» geworben.

Sachsen lässt die Korken knallen. Diese prickelnde Botschaft kann künftig per Post in alle Welt geschickt werden. Eine Sonderbriefmarke würdigt das Jubiläum «190 Jahre Sekttradition in Sachsen».

Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) stellte die Marke mit einem Portowert von 0,95 Euro gemeinsam mit Kellermeistern des Staatsweingutes Schloss Wackerbarth vor. 

Bei dieser Gelegenheit durfte Klepsch im Keller auch an den Sektflaschen drehen. Das Drehen oder Rütteln der Flaschen dient dazu, die bei der Gärung verbrauchte Hefe in den Flaschenhals wandern zu lassen. 

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Weintouristen geben mehr aus als der Durchschnittsurlauber

Das Ministerium stellte mit Zahlen klar, wie wichtig der Weinanbau inzwischen für den Tourismus im Freistaat ist. Demnach bringt er 3,1 Millionen Übernachtungen pro Jahr.

«Während ihres Aufenthalts in der sächsischen Weinregion geben die Weintouristen knapp 300 Millionen Euro aus», hieß es. Diese Zielgruppe sei für die sächsische Tourismusbranche besonders attraktiv, denn die Ausgaben der Gäste lägen 11 Prozent (bei Übernachtungen) und 55 Prozent (bei Tagesgästen) über dem Durchschnitt aller Reisenden.

Tourismus-Initiative «So schmeckt Sachsen»

Klepsch verwies bei dem Termin auf den Masterplan Tourismus, der kreative Ideen und wettbewerbsfähige Produkte hervorbringen soll. «Im Sinne unserer Initiative "So schmeckt Sachsen" ist für uns das Thema Kulinarik von großer Bedeutung, da es Kultur- und Naturtourismus ideal verbindet. In diesem Bereich sehen wir in Sachsen noch viel Potenzial.»

Augenschmaus und Gaumenfreuden

Nach den Worten der Ministerin geht es darum, Gastronomie, Kulinarik und Tourismus stärker zu verzahnen und den Gästen einzigartige Erlebnisse zu bescheren. «Schloss Wackerbarth ist als Erlebnisweingut in diesem Bereich eines unserer Aushängeschilder und hat eine Bedeutung, die weit über den Freistaat hinausreicht.»

Wackerbarth zählt zu den am meisten besuchten Weingüter weltweit

Mit jährlich mehr als 240.000 Gästen gehört das Staatsweingut in Radebeul nach dem «Global Wine Tourism Report 2025» der Hochschule Geisenheim zu den meistbesuchten Weingütern der Welt. Für diese internationale Analyse des weltweiten Weintourismus hatten die Autoren mehr als 1.310 Weingüter aus 47 Ländern befragt, hieß es.

«Fabrikation moussierender Weine» begann 1836

Tatsächlich kann der Weinanbau auf eine 850 Jahre alte Tradition verweisen. Der Sekt kam später hinzu. 1836 gründeten drei Winzer in Radebeul einen «Actienverein zur Fabrikation moussierender Weine». «Damit legten sie im Elbtal nicht nur den Grundstein für die erste Sektkellerei Sachsens, sondern auch für eine der ältesten Sektmanufakturen Europas», teilte das Staatsweingut mit. 

Die Expertise für die Produktion von Sekt in Flaschengärung holten sich die sächsischen Gründer direkt aus dem Schaumweinherzen Frankreichs, aus Reims. Ihr erster Kellermeister, Johann Joseph Mouzon, war ein erfahrener Fachmann und brachte die klassische Flaschengärung aus seiner französischen Heimat nach Radebeul. Nach seinem Vorbild werden hier bis heute ausgewählte sächsische Trauben zu prickelndem Genuss veredelt. 

Wer die limitierte Sonderbriefmarke zur Sektherstellung erwerben möchte, darf eine Reise nach Radebeul aber nicht lange aufschieben: Sie ist ausschließlich im Markt des Weinguts zu haben. Die Edition ist auf 1.836 Marken begrenzt.

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