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BW Classics 2026 mit 40 Winzern und rund 600 Weinen & Sekten

Weinprobe
Horst Reuschle (Weininstitut Württemberg), Natalie Schäfter (60. Weinkönigin Württemberg) und Armin Imgraben von der Winzergenossenschaft Britzingen, Markgräflerland in Baden (Bild: Sabine Mutschke)
Von: Ulrich van Stipriaan
Die Baden-Württemberg Classics gastieren am 18. und 19. April 2026 im ICC Dresden: Rund 40 Weingüter präsentieren etwa 600 Weine, Sekte und Edelbrände. Kuratiert nach Herkunft und Rebsorte; Trendthemen sind alkoholfreie und leichtere Weine sowie Winewalks.

Am 18. und 19. April macht die Weinmesse „Baden-Württemberg Classics“ erneut Station in Dresden. Zum 13. Mal bringt die Veranstaltung Winzerinnen und Winzer aus dem Südwesten mit einem sächsischen Publikum zusammen – ein Format, das bewusst auf unmittelbaren Austausch setzt: probieren, vergleichen, ins Gespräch kommen, direkt beim Erzeuger bestellen. Rund 40 Weingüter und Genossenschaften präsentieren im Internationalen Congress Center etwa 600 Weine, Sekte und Edelbrände. Ergänzt wird das Angebot durch zwei sächsische Betriebe – das Weingut Lehmann aus Diesbar-Seußlitz sowie die Weinmanufaktur Meißen.

Der Ansatz der Messe ist klar kuratiert: Herkunft, Rebsorte und Ausbau stehen im Mittelpunkt, nicht bloß das fertige Produkt im Glas. Gerade Regionen wie Baden und Württemberg, deren Rebflächen vielfach in arbeitsintensiven Hang- und Steillagen liegen, lassen sich auf diese Weise differenziert erschließen. Veranstalter ist das Weininstitut Württemberg, das die Messe seit Jahren als Plattform für deutschen Wein positioniert – verbunden mit einem klaren Bekenntnis zu moderatem Konsum und zur Stärkung heimischer Herkunft. "Noch immer stammt nur etwa jedes zweite in Deutschland getrunkene Glas Wein aus inländischer Produktion", beklagte Horst Reuschle vom Veranstalter Weininstitut Württemberg.

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Dass sich die Stilistik und das Angebot im Wandel befinden, zeigt sich auch in Dresden. Alkoholfreie Weine und Sekte sind längst kein Randthema mehr, sondern ein wachsendes Segment. Aktuelle Marktdaten weisen deutliche Zuwächse bei Absatz und Umsatz aus, und auch auf der Messe ist dieser Trend sichtbar: Eine eigene Auswahl alkoholfreier Produkte steht zur Verkostung bereit. Parallel dazu gewinnen Weine mit reduziertem Alkoholgehalt an Bedeutung – nicht zuletzt als Begleiter für die wärmere Jahreszeit.

Auch deutsche Rotweine können gut mithalten

Eine Vorschau auf die kommenden Köstlichkeiten bot bereits die Pressekonferenz im Vorfeld der Messe im Bistro von Gräfes Wein & fein (jüngst ausgezeichnet als beste Weinbar Deutschlands). Armin Imgraben, Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft Britzingen, stellte gemeinsam mit der 60. Württemberger Weinkönigin Natalie Schäftler für die Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass vier Sekte – darunter zwei alkoholfreie – sowie jeweils fünf Weine aus Baden und Württemberg vor. Je zwei Weine pro Gang aus den beiden Anbaugebieten zeigten die Vielfalt der Möglichkeiten auf, wie man sein Essen mit passenden Weinen begleiten kann. Manchmal darf es (wie zur Vorspeisenauswahl mit Rillettes, Humus, Salami und Cornichons ein Weißburgunder aus der 3-Liter-Bag-in-Box sein, der dem Gutswein aus der Flasche in nichts nachsteht,  manchmal passt aber auch ein handselektierter großartiger Rotweine wie der 22er Lemberger Royal aus dem Barrique vom Fürstenfass Hohenlohe oder der 21er Muggardt Spätburgunder aus Britzingen: Rotweine aus Deutschland können mittlerweile gut mithalten!  

Während der Messetage selbst wird diese Vielfalt durch sogenannte „Winewalks“ vertieft. Mehrmals täglich führen Weinhoheiten aus Baden und Württemberg in kleinen Gruppen über die Stände, erläutern Stilprofile, Rebsorten und aktuelle Trends. Im Fokus stehen dabei insbesondere frische, saisonale Weine – also genau das, was im Frühjahr und Sommer gefragt ist.

Über das reine Verkosten hinaus versteht sich die „Baden-Württemberg Classics“ auch als touristische Visitenkarte. Regionen wie das Markgräflerland oder Württemberg präsentieren sich ebenso wie spezialisierte Anbieter von Weinreisen. 

Infos

Im Eintrittspreis von regulär 20 € sind die Verkostungen wie die Führungen enthalten. Vergünstigungen gibt es für Inhaber einer SZ-Card – sie können in den DDV-Lokalen vom „2-für-1-Angebot“ profitieren. Wer mit Bus oder Bahn kommt und am Einlass seinen Fahrschein vorzeigt, zahlt dank einer Kooperation mit dem VVO nur 10 Euro. Diese Tickets gibt es nicht im Vorverkauf, sondern nur vor Ort. Gastronomen und Weinhandlungen können als Fachbesucher bis 15. April je zwei Mitarbeitende kostenfrei anmelden unter veranstaltung@mutschke.de.

Baden-Württemberg Classics Dresden 2026
Datum: 18. und 19. April 2026 jeweils 11 bis 18 Uhr
Ort: Internationales Congress Center Dresden, Devrientstr. 10/12
S-Bahn 1 Haltepunkt Mitte / Straßenbahnlinie 6 und 11

www.bwclassics.de

Ulrich van Stipriaan
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Ulrich van Stipriaan

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