Kohlrabi neben Brennnessel, Rosen neben Wildkraut – viele Gärten beherbergen deutlich mehr Pflanzenarten, als ihre Besitzer vermuten. Doch wie vielfältig Deutschlands Gärten tatsächlich sind, ist wissenschaftlich bislang kaum untersucht. Das Projekt GartenDiv will das ändern. Es setzt dabei auf die Hilfe von Hobbygärtnern.
Ab dem 22. Mai, dem Internationalen Tag der Biodiversität, starten die sogenannten GartenDiv-Tage. Bis zum Sommeranfang am 21. Juni sind Menschen aus ganz Deutschland eingeladen, möglichst alle Pflanzen in ihrem Garten zu fotografieren und zu dokumentieren. Eine App erkennt die Pflanzen automatisch. Wer mitmacht, liefert Daten für die Forschung zur Artenvielfalt in deutschen Gärten. Das Projekt GartenDiv läuft seit Mai 2025 und wird von der Universität Leipzig und dem Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) koordiniert. Partner sind das Julius Kühn-Institut, der Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands und die App Flora Incognita.