Sachsen braucht nach Ansicht der Linken dringend einen Aktionsplan für Hitzetage. In einem Antrag an den Landtag wird die Regierung aufgefordert, einen solchen landesweiten Plan zu entwickeln, teilte die Linksfraktion im Parlament mit. Warnungen sollen gebündelt und Bürger über Verhaltenstipps, Anlaufstellen, Kühl-Orte und Notfallkontakte informiert werden.
Land soll Kommunen bei eigenen Aktionsplänen unterstützen
Zudem wird der Freistaat aufgefordert, seine Kommunen bei eigenen Hitzeaktionsplänen zu unterstützen. Trinkwasserbrunnen, Verschattung, Entsiegelung, Stadtbegrünung, Sprühnebelanlagen und kühle, öffentlich zugängliche Aufenthaltsräume sollen gefördert werden. Für Krankenhäuser, Pflegeheime, Kitas und Schulen sollen Mindeststandards gelten, etwa zu Grünflächen und zur Biodiversität.
«Die Temperatur ist für alle gleich - und doch hängt es stark von den Lebensumständen ab, wie gut wir eine Hitzewelle bewältigen können. 'Kein Entrinnen vor der Hitze' - damit finden wir uns nicht ab. Alle Menschen sollen sich schützen können, so wie im Winter alle Anspruch darauf haben, nicht unter Kälte leiden zu müssen», begründete Fraktionschefin Susanne Schaper das Anliegen.