Sachsens Bauern setzen vermehrt auf Hafer. Zwar dominieren beim Getreide auf den Feldern hierzulande Weizen und Gerste. Doch der Anbau von Hafer hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt, wie aus Zahlen des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Er wird dieses Jahr auf rund 17.600 Hektar angebaut, 2016 waren es gerade einmal knapp 8.400 Hektar. Diesen Trend bestätigt der Landesbauernverband.
Alte und robuste Getreideart
Hafer sei seit einigen Jahren ein Lifestyleprodukt als Müsli, Porridge oder Drink. «Es ist sehr zu begrüßen, dass eine der ältesten Kulturen wieder eine größere Rolle spielt», sagte der Ackerbau-Experte des Verbandes, Andreas Jahnel, der Deutschen Presse-Agentur. Hafer sei eine unkomplizierte und robuste Pflanze, die sich für weitgehend jeden Standort eigne - auch mit Blick auf häufigere Trockenheiten. Zudem könnten die Landwirte damit die Fruchtfolge auf ihren Äckern erweitern.
Wie nachhaltig der Trend ist, vermochte Jahnel nicht zu sagen. Welche Pflanzen die Bauern auf ihren Feldern anbauen, hänge auch von den Absatz- und Vermarktungsmöglichkeiten ab. Die müssten gegeben sein, damit der Anbau weiter wachse. Hafer dient dabei nicht nur als Lebensmittel für Menschen, sondern landet auch als Futter im Trog von Pferden und Schafen.