Nach einer längeren Hängepartie ist in Berlin der Vertrag zur Etablierung eines Bundesforschungszentrums für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen in Thüringen und Sachsen unterzeichnet worden. Nach Angaben des Thüringer Wissenschaftsministeriums unterzeichnete Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Teichert den entsprechenden Vertrag für den Freistaat.
Damit folgt nun die Gründung der lang geplanten Forschungseinrichtungen mit Standorten in Weimar und Bautzen mit leichter Verzögerung. Die noch in der Amtszeit der damaligen Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP beschlossene Ansiedlung der Bundeseinrichtung in Ostdeutschland war nach dem vorzeitigen Regierungsende zunächst ins Stocken geraten. Wegen der vorgezogenen Bundestagswahl hatte der Bundeshaushalt auf Eis gelegen. Im Frühjahr hatte sich der amtierende Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) noch in seiner damaligen Rolle als Ostbeauftragter der Bundesregierung erneut für das Millionen-Projekt starkgemacht.
«Für Thüringen ist die Gründung des Bundesforschungszentrums ein strategischer Erfolg», sagte Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). Sie leiste einen «entscheidenden Beitrag zur Stärkung Ostdeutschlands als Forschungs- und Zukunftsstandort».