Die Krisen und Kriege in Nahen Osten sind zur realen Belastung für Sachsens Unternehmen geworden. Wie aus einer Umfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern unter Unternehmen im Freistaat hervorgeht, beklagen die Betriebe steigende Kosten, Lieferkettenprobleme und sinkende Absätze. Dies führe im Ergebnis zu sinkender Wettbewerbsfähigkeit.
Aus rund 1.500 Antworten in der Umfrage ergibt sich demnach, dass 84 Prozent der Betriebe bereits unter höheren Energie- und Transportkosten leiden oder Kostensteigerungen in der Zukunft befürchten. 40 Prozent von ihnen berichten von sinkender Nachfrage. Rund ein Drittel schildert Lieferkettenprobleme und schätzt das Geschäftsrisiko als hoch ein.
Besonders betroffen sind den Angaben zufolge die Industrie, das Verkehrsgewerbe sowie Gastronomie und Tourismus. Erst am Wochenende hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Politik der Bundesregierung zum wiederholten Male kritisiert. «Deutschland fährt sich gerade runter», sagte der CDU-Vize der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Bisher sei es nicht gelungen, dem Land einen positiven Ruck zu geben. Kretschmer kritisierte unter anderem zu hohe Strompreise für die Industrie.