Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen (DSM) ist laut einem Gutachten im Auftrag des ostdeutschen Gesamtverbandes zu Unrecht in die Insolvenz getrieben worden. «Es ist ein Präzedenzfall mit einer großen politischen Auswirkung», sagte Eter Hachmann, Vorsitzende des Dachverbandes der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst), bei der Vorstellung in Dresden.
Die Verbände in den ostdeutschen Bundesländern hätten alle mit Problemen zu tun. «Wir sind finanziell schlecht aufgestellt, politisch werden wir eher bekämpft als unterstützt», sagte Hachmann. Daher sei es wichtig, über die damaligen Fehler aufzuklären.
Mit dem DSM sei eine Brücke zwischen der Mehrheitsgesellschaft und Menschen mit Migrationsbiographie zerstört worden, sagte der ehemalige Co-Vorsitzende Kanwal Sethi. «Dass man nicht nur über die Menschen spricht, sondern sie selber sprechen lässt, das war DSM und das ist leider nicht mehr vorhanden.» Er forderte von der Regierung finanzielle Unterstützung für den Nachfolgeverband, «damit diese Brücke so schnell wie möglich wieder entsteht».