In den Bussen und Bahnen Mitteldeutschlands sind in diesem Jahr mehr Menschen beim Schwarzfahren erwischt worden. In Dresden wurden 2025 die Kontrollen nach den Pandemiejahren wieder verstärkt - dabei stellte sich heraus, dass rund 5 Prozent der Fahrgäste ohne gültiges Ticket unterwegs waren, wie die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mitteilten. Über viele Jahre lag die Quote in der sächsischen Landeshauptstadt demnach bei 2,5 bis 3 Prozent.
Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der Fahrgäste im vergangenen Jahr von rund 184 Millionen Menschen ergibt sich laut DVB ein Einnahmeverlust von drei Millionen Euro. Da die Schwarzfahrer-Quote laut DVB etwa doppelt so hoch wie in den Vorjahren lag, wird auch ein nahezu doppelt so hoher Schaden erwartet.
Im vergangenen Jahr nutzten so viele Menschen wie noch nie seit der Wende Busse und Bahnen in Dresden – entsprechend sei auch die Zahl der Schwarzfahrer gestiegen. Die DVB sehen Handlungsbedarf, da fehlende Ticketeinnahmen durch Steuern ausgeglichen werden müssten.