Es war eines der schlimmsten Busunglücke der vergangenen Jahre: Auf der A9 bei Leipzig verliert am 27. März 2024 der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Flixbus mit 54 Menschen an Bord pflügt rund 100 Meter über den Grünstreifen, walzte Gebüsche sowie kleinere Bäume nieder und stürzte schließlich auf die Seite. Vier Frauen im Alter von 19, 20, 43 und 47 Jahren sterben in dem Wrack, 46 Fahrgäste werden verletzt, einige von ihnen schwer.
Knapp zwei Jahre später beginnt an diesem Freitag (13. März) der Strafprozess gegen einen der beiden Busfahrer. Er ist vor dem Amtsgericht Eilenburg angeklagt wegen fahrlässiger Tötung in vier Fällen und fahrlässiger Körperverletzung in 46 Fällen. Die Verhandlung findet wegen des größeren Saals nicht in Eilenburg, sondern am Landgericht Leipzig statt. Es ist nur ein Verhandlungstag angesetzt, ein Urteil wird also noch am Freitag erwartet.