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Oberbürgermeister kämpfen für Krimis aus dem Osten

Oberbürgermeister kämpfen für Krimis aus dem Osten
Die Oberbürgermeister von Magdeburg und Dresden fordern den MDR auf, die Produktionspause für «Polizeiruf 110» und «Tatort» zu überdenken. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Von: DieSachsen News
Der MDR will neue Folgen von «Tatort» und «Polizeiruf 110» vorerst nicht mehr produzieren. Jetzt schlagen die Oberbürgermeister von Magdeburg und Dresden Alarm.

Die Zukunft von «Polizeiruf 110» und Dresdner «Tatort»-Folgen sorgt für Widerstand: In einem gemeinsamen offenen Brief fordern Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) den MDR auf, das geplante Produktionsmoratorium zu überprüfen und die Formate langfristig zu sichern.

Die Stadtoberhäupter betonen die Bedeutung der Krimireihen für die Sichtbarkeit Ostdeutschlands. Die Sendungen transportierten Geschichten und Bilder der Region in Millionen Wohnzimmer. Ein Rückzug aus den ostdeutschen Produktionsstandorten würde die mediale Präsenz der neuen Bundesländer im öffentlich-rechtlichen Rundfunk schwächen, heißt es in dem Schreiben.

Zugleich verweisen die Oberbürgermeister auf wirtschaftliche Folgen. Von Filmproduktionen profitierten Kreativwirtschaft, Technikdienstleister, Handwerksbetriebe, Hotels und Gastronomie. Auch der Imagegewinn für die Städte sei erheblich.

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Der MDR hatte im Mai angekündigt, wegen finanzieller Einsparungen neue Produktionen für «Tatort» und «Polizeiruf 110» zunächst drei Jahre lang auszusetzen. Als Grund nannte der Sender die aus seiner Sicht fehlende Erhöhung des Rundfunkbeitrags und die daraus resultierende Finanzierungslücke. Bereits produzierte oder vertraglich vereinbarte Folgen sind davon nicht betroffen.

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