Im neu aufgebrochenen Streit um die Integration der Ost-Standorte in die Volkswagen AG wirft die Gewerkschaft IG Metall dem Unternehmen Vertrauensbruch vor. Das Vorgehen sei «skandalös», sagte der Bezirksleiter für Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto. Er rief die Unternehmensleitung auf, sich vor die Belegschaften in Zwickau, Chemnitz und Dresden zu stellen und sich zu erklären.
Volkswagen hatte zu Wochenbeginn informiert, dass sich die 2021 vereinbarte Integration von Volkswagen Sachsen in die Muttergesellschaft verzögert. Der Schritt sollte Ende dieses Jahres final vollzogen werden. Begründet wurde die Verzögerung mit technischen Problemen bei der Umstellung von Systemen. Es werde aber nach einer Lösung gesucht, um den Beschäftigten zum 1. Januar einen Arbeitsvertrag der Volkswagen AG anzubieten, hieß es. Seit Jahresbeginn sind die rund 10.000 Beschäftigten in Sachsen schon bei Entlohnung und Arbeitszeit ihren Kollegen an den westdeutschen Standorten gleichgestellt.