Sachsen schneidet aus ökonomischer Perspektive mit seinem Bildungssystem in einem jährlichen Bundesländervergleich weiterhin am besten ab. Dem «Bildungsmonitor» der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zufolge steht Sachsen wie schon seit Jahren auf Platz eins. Dahinter liegt Bayern vor Hamburg und Baden-Württemberg. Am Ende der Skala steht wie auch schon im vergangenen Jahr Bremen. Vorletzter ist erneut Brandenburg, davor steht Nordrhein-Westfalen.
Sachsen steht seit Jahren an der Spitze – Minister dankt Lehrkräften
Sachsen stehe zum 20. Mal in Folge an der Spitze des INSM-Bildungsmonitors und man habe sich gegenüber dem Vorjahr sogar noch weiter verbessern können, sagte Kultusminister Conrad Clemens. «Ein Ergebnis, das wir unserem kontinuierlichen Einsatz für die beste Bildung, aber vor allem unseren engagierten Lehrkräften im sächsischen Bildungssystem zu verdanken haben», sagte der CDU-Politiker.
Mit dem Projekt «Bildungsland Sachsen 2030» sei zudem ein langfristiger Fahrplan entwickelt worden, um die Qualität des Bildungssystems weiter zu verbessern und allen Kindern und Jugendlichen in Sachsen die besten Lern- und Entwicklungschancen zu ermöglichen.
Warum liegt Sachsen immer wieder vorn?
Besondere Stärken weist Sachsen laut der Studie bei der Förderinfrastruktur, der Schulqualität, der Forschungsorientierung, der Bildungsarmut (jeweils
1. Platz) und der Integration (3. Platz) auf. Zudem wird die Ganztagsbetreuung im Freistaat hervorgehoben. Demnach wird in Sachsen ein besonders großer Anteil der Kinder ganztägig in Schule oder Kita betreut. Die Autoren betonen positive Effekte: Eine hochwertige Förderung besonders in frühen Bildungsphasen könne dazu beitragen, Lernrückstände frühzeitig auszugleichen.
Und sie führen einen Punkt an, der Arbeitgebern wichtig ist, die gerne mehr Vollzeit-arbeitende Eltern hätten: «Verlässliche Ganztagsinfrastrukturen unterstützten Eltern dabei, einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können und ihren Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit zu sichern.»
Gelobt wird auch, dass der Anteil der Beschäftigten mit Hochschulabschluss in Kitas in Sachsen im Ländervergleich am höchsten sei, bei gleichzeitig weniger Ungelernten als im Bundesschnitt. Und es wird auf sehr gute Ergebnisse sächsischer Schülerinnen und Schüler bei jüngsten Lese- oder Mathematikvergleichstests verwiesen.